Locker auf Platz 1

richtig bewegen INSTITUT gewinnt Gesundheits-Beraterschlacht

 

Gesundheit und Prävention gewinnen für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Kein Wunder: gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger, motivierter – und kostengünstiger. Zur zweiten Runde der Ersten bundesdeutschen Beraterschlacht konnten interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer der Metropolregion Rhein-Main gleich sieben verschiedene Ansätze miteinander vergleichen. Vom Präventionsmediziner bis zum Fitnesstrainer stellten sieben Experten ihre Konzepte für „gesundes Leben und Arbeiten“ vor. Gewonnen hat das junge Team vom richtig bewegen INSTITUT.

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Die Gesundheitswirtschaft Rhein-Main – eine Branche mit Zukunft

Die Potentiale der Gesundheitswirtschaft im Rhein-Main Gebiet sind groß. Wohlhabende Bürger und florierende Unternehmen in der Pharmazie und der Medizintechnik tragen zum Wachstum dieser Branche bei. Innovationen durch Forschung auf den Gebieten der Gen-, Bio-, und Nanotechnologie und ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein, stimmen optimistisch. Wäre da nicht das Gesundheitswesen…

Das Bedürfnis des modernen Menschen nach Gesundheit ist groß. Und es wächst immer weiter. Die höhere Lebenserwartung und das steigende Gesundheitsbewusstsein, hat großen Einfluss auf die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten in diesem Bereich. Eines ist sicher: die Ausgaben für gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Maßnahmen werden weiter steigen.
Das Rhein-Main Gebiet hat gute Chancen davon zu profitieren, mehr als der bundesweite Durchschnitt. Aus einer 2006 von der Initiative „Gesundheitswirtschaft Rhein-Main“ in Auftrag gegebenen Studie geht hervor, dass der Gesundheitsmarkt in der Region bis 2020 eine Wertschöpfungssteigerung um 30 Prozent erfährt. Das sind rund fünf Prozent mehr als im restlichen Bundesgebiet.

Das Potential liegt in den Genen

Das liegt vor allem an dem Wachstum von zwei Branchen, die keineswegs unumstritten sind: der Pharmaindustrie und der Medizintechnik. Wachstumsbranchen sind sie unbestritten. Und das, vor allem durch die intensive Forschung auf den Gebieten der Bio-, Gen-, und Nanotechnologien. Von 2000 bis 2002 kamen rund ein Viertel der Innovationen, die beim Patentamt Frankfurt eingereicht wurden, aus der Pharmazie und Chemie. Fast 10 000 Studierende waren 2004 an Universitäten und Fachhochschulen der Region in den Fachbereichen Chemie, Pharmazie und Biologie eingeschrieben. Die unterschiedlichsten Firmen der Branche haben hier ihren Sitz: Das älteste Pharmazeutische Werk der Welt befindet sich in Darmstadt und hört auf den Namen Merck. Fresenius in Bad Homburg ist der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Dialyse. Fast fünf Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer sind in der Chemie- und Pharmaziebranche tätig. Faktoren, die ein interessantes Umfeld schaffen, auch für Wirtschaftszweige, die nicht direkt zur Branche gehören.

Das Gesundheitswesen – im Zwiespalt von Wirtschaftlichkeit und MenschlichkeitDas Gesundheitswesen mit seinen ambulanten und stationären Einrichtungen, kann,

ob solcher frohen Botschaften, nur vor Neid erblassen. Das Gesundheitswesen steht vor Problemen, für die es keine einfachen und schnellen Lösungen gibt. Krankenhäuser schlagen Alarm, weil ihnen die Kosten für das Personal davonlaufen. Niedergelassene Ärzte beklagen sich über den Druck der durch die Politik verordneten Budgets. Auf dem Land deutet sich ein Mangel an ärztlichem Nachwuchs an. Die Krankenhausärzte drohten unter der Fülle von Aufgaben zusammenzubrechen, ist in einem aktuellen Bericht des Marburger Bundes, der Interessenvertretung der angestellten Ärzte, zu lesen. Pflegekräfte werden entlassen bis zu einem Punkt, an dem nicht mehr von Pflege, sondern vielmehr von Abfertigung die Rede sein müsste.
„Die Reserven sind ausgereizt, jeder weitere Personalabbau wir zu einer Verschlechterung der Versorgung der Patienten führen“, so Holger Strehlau, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft. Die Möglichkeit, die Einnahmen an die gestiegenen Ausgaben anzupassen, ist den Krankenhäusern nicht möglich. „Die vom Gesetzgeber verordnete Deckelung der Krankenhausbudgets muss aufgegeben werden“, so Strehlau. Zur Zeit sind den Krankenhäusern die Hände gebunden, denn sie dürfen Kostensteigerungen nicht über die Preise an ihre „Kunden“ weitergeben. Eine Refinanzierung der gestiegenen Personal- und Sachkosten ist so für die Krankenhäuser unmöglich. Die Folge: Jede Tariflohnsteigerung wird mittelfristig bis langfristig unweigerlich zu einem Abbau von Personal führen.

Fallpauschalen schaffen Standards denen Menschen nicht entsprechen

Ulrike Strobel, Pflegedienstleiterin im Klinikum Aschaffenburg, erlebt täglich die enorme Belastung der Pflegekräfte und Ärzte. Sie fordert ein Umdenken und Maßnahmen auf bundespolitischer Ebene: „ Es ist eine gesellschaftspolitische Fragestellung, wie wir in unserer Gesellschaft mit kranken und pflegebedürftigen Menschen umgehen. Wirtschaftlichkeit ist die eine Sache, was wir brauchen ist ein menschlicher Umgang und Zuwendung, besonders für die Patienten, die mit Ängsten zu kämpfen haben oder nicht mehr alles beim ersten Erklärungsversuch verstehen.“ Fallpauschalen zwängen die Häuser dazu, Patienten ungeachtet ihrer sozialen Situation zu entlassen. Die von der Politik gesundgesprochenen sehen sich dann alleine Zuhause vor schier unlösbaren Problemen und sei es nur, eine Treppe zu überwinden oder einen Einkauf nach hause zu tragen. Trotzdem wird es in den nächsten Jahrzehnten einen Zuwachs an Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen geben. Viele ambulante Pflegedienste kommen hinzu. Die Anzahl der alten Menschen, die ihre letzten Monate oder Jahre im Altenheim verbringen, wächst rapide.

Positive Schlagzeilen aus dem Wellnessbereich

Die Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main möchte weg von den negativen Schlagzeilen, hin zu einem positiven Gesicht des Gesundheitsmarktes im Rhein-Main Gebiet. Ein Bereich, der dieser positiven Sichtweise Genüge tut, ist ein Trend den man Wellness nennt. Was aber bedeutet Wellness?
Wellness ist, laut Deutschem Wellness-Verband, eine aktive Gesundheitsstrategie die wissenschaftlich belegt ist, Lebensqualität erhöht und chronische Krankheiten vermeidet. Das Geld für die mannigfaltigen Angebote in diesem Bereich kommt vor allem aus privaten Händen. Etwa 75 Milliarden Euro wurden schätzungsweise im Jahr 2006 in Deutschland für Wellness ausgegeben.
Für das Rhein-Main Gebiet prognostiziert die Initiative Gesundheitswirtschaft ein besonders großes Wachstumspotential. Aus gutem Grund: die Einkommen sind hier im Durchschnitt höher als in vielen anderen Regionen.

Prävention wird groß geschrieben

Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein und der starke Wettbewerbsdruck lassen auch die Krankenkassen schon seit einigen Jahren umdenken. Das Angebot an präventiven Maßnahmen hat auch bei den gesetzlichen Krankenkassen Hochkonjunktur. Die Barmer EK beispielsweise wirbt mit Servicestärke und Kundennähe. Sie bietet ihren Mitgliedern unter anderem Disease-Management-Programme und umfassende Gesundheitskurse mit Rückenschulen, Ernährungsberatungen und medizinischen Trainingsprogrammen im privaten und betrieblichen Bereich an.
Die Bereitschaft, etwas für sich zu tun und in die eigene Gesundheit zu investieren hält Erwin Rabe, Leiter der Barmer Geschäftsstelle Südhessen in Darmstadt für eine entscheidende Sache. Allerdings sagt er: „Eigenbeteiligung hat Grenzen – soziale Grenzen.“

Denn wichtig ist vor allem eines: Das Gesundheit für alle erreichbar ist – und bleibt .“